Baden-Baden

Baden-Baden war als Residenzstadt im Mittelalter als Sitz der Markgrafen von Baden namensgebend für das Land Baden, musste ihren Status aber später an Raststatt abtreten. Die Erfolgsgeschichte der Stadt begann bereits viel früher, als die Römer die dortigen Quellen nutzten, um die ersten Thermen einzurichten. Auch heute ist die internationale Festspielstadt weit über die Grenzen für ihre Bäder und die damit verbundenen Kuren bekannt.

Seit dem 19. Jahrhundert trugen die Einnahmen aus der Spielbank einen wesentlichen Teil zur Entwicklung der Stadt zu einem Treffpunkt für Adlige und Wohlhabende bei.

In Baden-Baden sind materielles wie auch immaterielles Erbe greif- und erlebbar. Ein Besuch ist zu jeder Jahreszeit sehr zu empfehlen.

Sehenswürdigkeiten

Theater

Das Theater Baden-Baden am Goetheplatz ist nach dem Vorbild der Pariser Oper errichtet. Es verfügt seit 1918 über ein festes Schauspielerensemble. Das Spielplanrepertoire umfasst schwerpunktmäßig die Werke William Shakespeares, Heinrich von Kleists, Klassiker der Moderne sowie französischsprachige Gastspiele. Im Rahmen von Gastspielen und Koproduktionen werden auch Opern und andere Werke des Musiktheaters aufgeführt.

Festspielhaus

Das Festspielhaus Baden-Baden Deutschlands größtes Opern- und Konzerthaus. Die Festspielsaison beginnt im September und dauert ca. bis Ende Juli des Folgejahres. Festspielphasen werden durch Premieren von neu inszenierten Opern eröffnet. Derzeit geschieht dies zu den Osterfestspielen mit den Berliner Philharmonikern, zu den Pfingst- und Sommerfestspielen.

Die Herbstfestspiele bieten Opernaufführungen und Solistenkonzerte in prominenter Besetzung. Zwischen den einzelnen Festspielphasen gastieren namhafte Ballett-Compagnien sowie moderne Tanz-Compagnien aus aller Welt. Konzerte mit klassischer Musik sowie Jazz-Abende, Entertainment-Shows und Musicals runden das Programm ab. Seit 2008 existiert ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm.

Museum Frieder Burda

Das Kunstmuseum wurde im Oktober 2004 eröffnet wurde. Das private Sammlermuseum grenzt an die Kunsthalle Baden-Baden. Neben Werken der Klassischen Moderne und der Zeitgenössischen Kunst aus der Sammlung des Bauherren Frieder Burda werden regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt.

Fabergé Museum

Das Fabergé Museum wurde am 9. Mai 2009 vom russischen Kunstsammler Alexander Iwanow eröffnet. Es ist das erste Museum, das der Juwelierkunst des russischen Zarenjuwelier Peter Carl Fabergé gewidmet ist.

Kurhaus und Casino

Das Baden-Badener Kurhaus wurde im 19. Jahrhundert vom Karlsruher Baumeister Friedrich Weinbrenner im klassizistischen Stil entworfen und an der Stelle des 1766 erbauten Promenadenhauses errichtet. Das weiße, langgestreckte Gebäude, das den Kurgarten nach Westen hin begrenzt, besteht aus drei Teilen. Der Mittelbau, 1821–1823 errichtet, mit seiner von acht korinthischen Säulen getragenen Vorhalle. Der linke Seitenflügel, 1912–1917 gebaut beherbergt die Empfangshalle, die beeindruckende Treppe in das erste Obergeschoss, Restaurants und prächtig ausgestattete Gesellschaftsräume, wie z. B. den Spiegelsaal. Der rechte Seitenflügel wurde 1853–1854 ausgebaut, um die weltberühmte Spielbank, das Casino, aufzunehmen. Die prunkvollen Säle der Spielbank sind im Stil französischer Königsschlösser des 17. und 18. Jahrhunderts ausgestattet. Der Weiße Saal ist im Stil Louis XVI. gestaltet. Der Rote Saal wurde nach dem Vorbild des Versailler Schlosses ausgestattet. Der Salon Pompadour (Gelber Saal) ist in Anlehnung an die Ausstattung des Trianon eingerichtet und der Grüne Saal ist mit den Wappen badischer Städte geschmückt.

Caracalla Therme

Die Caracalla Therme ist das Baden-Badener Thermalbad, das 1983 bis 1985 erbaut wurde und nach dem römischen Kaiser Caracalla benannt, der um 200 n. Chr. die an den Thermalquellen entstandenen römischen Bade- und Kuranlagen erweitern ließ. Die Caracalla-Therme bezieht ihr Wasser aus dem Friedrichstollen.

Schwarzwaldhochstraße

Die Schwarzwaldhochstraße ist die älteste und eine der bekanntesten Ferienstraßen in Deutschland. Sie ist Teil der Bundesstraße 500. Sie führt von Baden-Baden bis Freudenstadt vorbei an den wichtigsten Punkten des Nord- und Hochschwarzwaldes. Auf Höhen zwischen 800 und 1000 Meter über Normalnull bieten sich außergewöhnlich schöne Einblicke in den Hochschwarzwald und beeindruckende Aussichten in die Rheinebene, die Vogesen, die Schwäbische Alb oder die Alpen.

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